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Was macht einen guten Coach aus?

Zugegeben, es hört sich toll an: „Ich bin ein Coach“. Cool fürs Ego, yeah. Doch was bedeutet der Begriff „Coach“ genau? Laut Wikipedia kann das vieles heissen, wie bspw. Trainer, Begleiter, Mentor, oder auch ein Coach alias Reisebus:-) Ja, Wikipedia ist sicherlich nicht wissenschaftlich, doch für diesen Begriff benötigen wir mal zur Abwechslung keine Wissenschaft.

Warum schreibe ich das? Das ist einfach, denn wer sich in Zürich als Trainer im Bereich der Bewegung wiederfindet, dem wird schnell klar: hier ist ein Nest ausgebrochen. Man schaut nach links und nach rechts und findet hunderte von Personal Trainer aka Coaches. Die Google Suche verlinkt dann auch über x Seiten. Ich kenne fast keine Branche, die so am boomen ist, wie die Fitnessbranche. Ob das gut oder schlecht ist, lasse ich mal bei Seite, im Endeffekt entscheiden die Kunden darüber.

Ein grosser Challenge – und das stelle ich immer wieder in meinen Kundengesprächen fest – ist der Umstand, dass keine wirkliche Qualitätskriterien existieren, um eben Coach zu werden (in diesem Falle «Personal Trainer»). Jeder kann es werden und es bedarf nicht einmal eines Abschlusses. Ein nicht geschützter Titel, der sich ein Frischling, welcher bspw. gerade eine Lehre als Reisebürokaufmann absolviert hat, auf seine neue und frisch designte Website platzieren kann.

Oft erkläre ich in meinen Gesprächen, dass es nicht einfach ist, einen geeigneten Trainer/Coach zu finden. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieses Motto trifft sehr wohl auf die hiesige Auswahl an Trainern hier in Zürich zu. Gerne will ich allen da draussen ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie ihr einen für euch geeigneten Coach findet. Mir liegt viel an Qualität und finde, jeder sollte sich Gedanken machen, bevor er seine Gesundheit womöglich auf’s Spiel setzt.

Hier eine von mir erarbeitete Übersicht, wie ihr eure potentiellen Trainer screenen könnt. (Die Liste darf gerne erweitert werden. Im Endeffekt ist es ja vor allem eine individuelle Sache)

  • Know-How: Weiss der Trainer Bescheid, wovon er spricht oder ist er einfach nur ein guter Verkäufer? Lass dich niemals täuschen vom Look des Trainers. Look never equals knowledge. Die Fitnessindustrie ist voll mit Fakeness, das gilt bspw. vor allem für 95% der Supplemente, jedoch genauso für die Trainer selber.
  • Frag nach Testimonials. Wie zufrieden sind die Kunden oder ehemaligen Kunden des Trainers. (Oft einsehbar auf FB, Website etc.). Aber auch da gilt es Vorsicht walten zu lassen, denn der Fake Approach zieht sich in der Fitnessbranche durch’s ganze Band durch.
  • Aus- und Weiterbildung: Stelle sicher, dass sich dein Trainer immer weiterbildet. Niemand weiss alles und niemand hat jemals ausgelernt. Achte dabei darauf, dass er von Coaches gelernt hat, die einen respektablen Leistungsausweis vorweisen können. Das ist selbstverständlich alles relativ. Ich persönlich orientiere mich immer an denen, die in der Praxis sehr erfolgfreich tätig sind, sowie denen die das theoretische Grundgerüst dazu vermitteln.
  • Der wohl wichtigste Indikator ist die « Chemie ». Wie gut ist das Zusammenspiel zwischen dir und deinem Trainer. Die „Chemie“ muss on point sein. Je besser er dich emotional an dich bindet, desto eher bist du dazu bereit, seine Ratschläge umzusetzen. D.h. wenn er es schafft, sich in dein Gedächtnis einzubrennen, dann wirst du dich auch verändern.
  • Programm Design: Wonach orientiert sich der Trainer in der Auswahl der Übungen? Bleibt er bei den Basics (Grundübungen wie Kniebeugen, Pull Ups etc.) oder unterhält er dich mit diversen Zirkusübungen oder komplexen Übungen, um auf sich aufmerksam zu machen? (Als Info: komplexe Übungen sehen zwar toll aus, sind aber in den meisten Fällen und für die meisten Trainierenden nicht nötig oder sogar gefährlich) In den meisten Fällen gilt sowieso: Simplicity is key beim Programm Design.
  • Ein guter Trainer sollte wissen, wie man dich stärker macht und es nicht einfach dem Zufall überlassen.
  • Saubere Technik: Oft gesehen und es bereitet mir immer wieder Kopfschütteln. TECHNIK kommt IMMER vor Gewicht. Und das ist egal, ob Muskel- oder Kraftaufbau dein Ziel ist. Klar ist, dass die Technik mit zunehmender Trainingserfahrung verfeinert werden sollte. Das heisst: je länger du schon trainierst, desto mehr musst du auf die Details achten, um Fortschritte zu erzielen. Achte aber von Beginn weg darauf, dass die Technik sitzt.
  • Ein guter Trainer sollte wissen, wie er Übungen, Ernährung und Supplementierung auf deine Ziele abstimmt.
  • Sozialkompetenz: Das ist einer der wichtigsten Punkte und etwas, das man nicht in irgendeiner Weiterbildung lernt. Entweder man hat es in die Wiege gelegt bekommen oder man entwickelt es im Laufe seines Lebens durch die Erfahrungen, die einem prägen
  • Wähle einen Trainer abhängig von deinen Zielen. Ich persönlich würde nie jemanden auf einen Marathon vorbereiten, weil das nicht zu meinen bzw. unseren Kernkompetenzen zählt.

Viel Glück bei der Suche nach deinem geeigneten Coach.

coach michael personal trainer

Michael Bachmann

Personal Trainer & Ernährungscoach

Michael Bachmann (1979) ist ausgebildeter Kommunikator FH und seit 2011 in der Fitnessbranche als Online Trainer und Business Personal Trainer tätig. Michael hat sich im Verlaufe der Jahre auf Führungspersönlichkeiten, die sich besser in ihrem Körper fühlen und ihr Energielevel steigern wollen, spezialisiert. Michael arbeitet ganzheitlich und mit einem einzigartigen (Online) Konzept.

 

 

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